BETEILIGUNGSPROJEKTE/PARTIZIPATION

IGS Hamburg - Beteiligungsworkshops Jugendpark

Jugendliche haben im öffentlichen Bereich wenige explizit für sie vorgesehene Treffpunkte. Die Internationale Gartenschau Hamburg 2013 greift dieses Manko auf. Auf dem Gartenschaugelände entstehen ein kleiner Jugendpark und ein individueller Treffpunkt in den räumlichen Schnittpunkten der umliegenden Quartiere. Jugendliche haben gemeinsam mit den Planern ein Wochenende verbracht, um Ideen zu entwickeln und um mit 1:1 Arbeitsmodellen Einzelideen deutlich zu machen. Neben allgemeinen Fragen zur Lebens- und Freizeitsituation der jungen Menschen wurden Beteiligungsmethoden wirksam, die die Jugendlichen als Gruppe über gemeinsames Tun zusammengeschweißt haben. Erst dann wurden methodisch Ideen und Modelle entwickelt.

Die Ergebnisse sind interessant: Für den Park waren Rückzug, Individualität und robuste Einfachheit wichtig. Der Treffpunkt, eine offene Unterkunft, braucht einen richtigen Standort, der nicht beliebig ist, Wind- und Wetterschutz und für die Gartenschau eine freakige Idee.

Auftraggeber: Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH

In Planungsgemeinschaft mit Crossover e.V. Hamburg und Planungsbüro Stadt-Kinder, Dortmund

Freizeitanlage Velbert - Beteiligungsworkshop

Im Rahmen des Programms Stadtumbau West möchte die Stadt Velbert durch innovative Projekte und Maßnahmen dem Strukturwandel begegnen und die Velberter Nordstadt nachhaltig zu einem attraktiven Wohnstandort entwickeln.  
Als einen ersten weiteren Schritt zur Qualifizierung  der Planungen hatte das Stadtteilmanagement der Nordstadt Velbert im September 2009 Jugendliche und Erwachsene zu jeweils einem Workshop eingeladen.
Ziel dieser Veranstaltung war es, die Öffentlichkeit bei der Gestaltung der Fläche mitwirken und mitentscheiden zu lassen. So soll eine hohe Akzeptanz und Identifikation mit dem Ort erreicht werden.
Besonders die Jugendlichen zeigten eine starke emotionale Nähe zu dem Park. So konnten die Planer aus dem Ideenreichtum der Teilnehmer schöpfen und viele Aspekte, wie eine Kletterlandschaft, zahlreiche Sportangebote sowie auch Ruhezonen und einen Kiosk verwirklichen.

In Planungsgemeinschaft mit Planungsbüro Stadt-Kinder, Dortmund

Zukunftswerkstatt Pirmasens

Als Vorreiter der Spielleitplanung führten Bürger der Stadt Pirmasens im Jahr 2007 ein Partizipationsprojekt für drei ihrer Stadtteile durch. Gefragt waren Leitbilder, Ideen und Projektvorschläge für die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt.
Bürger aus den unterschiedlichen Generationen entwickelten, diskutierten und präsentierten unter fachlicher Anleitung gemeinsam Perspektiven und Lösungen zur Stadtentwicklung.

Die Zukunftswerkstatt fand auf dem Schlossplatz statt, dem zentralen Ort von Pirmasens
Das Motto „Das Rathaus kommt zu den Bürgern“ ermöglichte vielen Pirmasensern an Fragen der Stadtentwicklung mitzuwirken.
                
Eine thematisch organisierte Zeltstadt bildete 2 Tage lang einen beeindruckenden infrastrukturellen Rahmen für die Zukunftswerkstatt. Dadurch wurde Aufmerksamkeit provoziert und neugierig gemacht.
Die Aufteilung der Zelte ermöglichte das Bearbeiten der drei unterschiedlichen Stadtteile
Winzler Viertel, Horeb und Kirchberg.
Durch eine Gesprächsinsel in der Fußgängerzone hatten auch Passanten die Möglichkeit, sich einzubringen.
      
Ergebnis dieses Wochenendes war ein breites Spektrum an Ideen und Verbesserungsvorschlägen, die sowohl Aspekte des Städtebaus, der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung als auch soziale Aspekte umfassen.
Die kompetente und selbstbewusste Präsentation der Ergebnisse durch die Teilnehmer trug dazu bei, dass die Verankerung der Ergebnisse der Planungswerkstatt und strategische Stärkung der Spielleitplanung mittels Fixierung in einem Generationenvertrag gelungen ist.

 

Förderprojekt des Landes Rheinland Pfalz

Durchführung im Rahmen der Spielleitplanung 2006 - 2007; Auftraggeber: Stadt Pirmasens

 

  

Planungswerkstätten an Schulen

Eine neue Planungsqualität hat sich inzwischen etabliert. Gerade in Schulen sind Kinder die intensivsten Nutzer. Darum finden Planungsprozesse zu Gunsten der Kinder statt. Schon deshalb werden Kinder und die Schulgemeinde in das Projekt integriert und zu "Bestimmern" der Planung. Kinder sind Erfahrungsexperten und Schelhorn Landschaftsarchitektur hat über Jahre hinweg Beteiligungsmethoden entwickelt und weiter verfeinert. Nicht Wünsche sind entscheidend, sondern Rahmenbedingungen und Erfahrungen der Kinder! Planungswerkstatt, Methoden für den Unterricht, Fragestellungen, die Lehrer und Kinder gemeinsam beantworten, allgemeine und spezielle praktische Übungen für Kinder und Erwachsene führen zu einem nachhaltigen Ziel, das von allen Beteiligten getragen und befürwortet wird. Zur Strategie gehören jeweils Schnittpunkte zur Öffentlichkeitsarbeit und integrale Bearbeitung des pädagogischen Konzeptes. Ansprechpartner aus dem Team sind Landschaftsarchitekten, Pädagogen und Bewegungsexperten.