AKTUELLES

Womit beschäftigt sich Schelhorn Landschaftsarchitektur zur Zeit? Aktuelle Projekte und Betätigungsfelder werden hier einmal beleuchtet.

Modellspielplatz Fanta-Spielplatzinitiative

  

"Wir machen uns fürs Spielen stark" - unter diesem Motto hat Fanta gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem TÜV Rheinland die Fanta Spielplatz-Initiative gegründet, die sich langfristig für kreatives und sicheres Spielen einsetzt. Spielen ist ein essentieller Bestandteil der kindlichen Entwicklung: Es fördert die motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten und nimmt damit entscheidenden Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung. Vielen Kindern fehlt es heute jedoch zunehmend an Zeit und entsprechendem Raum zum Spielen. Gerade in urbanen Regionen bilden Spielplätzediesen Raum, der häufig jedoch verbesserungswürdig ist und wenig zum freien und kreativen Spiel einlädt.

Zum Auftakt dieses Projektes entwickelte Schelhorn Landschaftsarchitektur einen Modellspielplatz, welcher in Bochum umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt stand hierbei eine möglichst naturnahe Gestaltung.

Textquelle: Manifest der Fanta Spielplatz-Initiative, Herausgeber: Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG, Coca-Cola GmbH

Sport und Bewegung im Alltag

Einleitung

Neurologische Zuordnung:

Der Begriff Bewegungserfahrung/-empfindung ist mit dem Begriff Kinästhesie gleichzusetzen. Kinästhesie kommt aus dem Griechischen: kinein = bewegen; aisthesis = Empfindung.

Kinästhetische Empfindungen beschreiben die Fähigkeit, Lage und Bewegungsrichtung von Körperteilen zueinander, aber auch in Bezug auf die Umwelt zu steuern und zu kontrollieren.

Die direkte kinästhetische Wahrnehmung erfolgt durch Rezeptoren in Gelenken, Muskeln und Sehnen. Je nach Entwicklungsstand eines Kindes werden die Rezeptoren durch typisches Neugierverhalten geschult. Kinder haben einen angeborenen Bewegungs- und Entdeckungsdrang. Dadurch wird die Aktivierung der Rezeptoren auf natürliche Weise gefördert. Im Kleinkindalter werden die Sinne, besonders der Gleichgewichtssinn, durch ständige Wiederholungen bestimmter Bewegungen geschult.

 

Pädagogische Zuordnung:

Bewegungsgefühl hängt mit vielen anderen Themenbereichen zusammen.

Es bestimmt unser Handeln, indem es je nach Bewegungsablauf unterschiedliche Emotionen frei setzt. Müssen wir beispielsweise von einer hohen Mauer springen, empfinden wir höchstwahrscheinlich Unbehagen und Aufregung. Dieses Gefühl wird auch durch frühere, ähnliche Erfahrungen beeinflusst. So entscheidet man sich gegebenenfalls, lieber nicht zu springen. Andersherum führt der Mensch auch unbewusst Bewegungen aus, bei denen er positive Emotionen verspürt. Beherrscht jemand eine Sportart besonders gut, setzt dies bei ihm positive Gefühle frei.

Auch das Verhältnis von Gesundheit zu Sicherheitsgefühl zeigt eine Auswirkung eines gut trainierten Bewegungsgefühls auf. Ein gut ausgeprägtes Bewegungsgefühl vermindert das Verletzungsrisiko, indem der Körper schon unbewusst die Bewegungen an die Umwelt anpasst. Der Mensch fühlt sich dadurch sicherer.

Dieses Bewegungsgefühl muss geschult werden - Je früher, desto besser!

 

Räumliche Zuordnung:

Bewegung als Spaßfaktor, als Lehr- und Lernfaktor - und inzwischen generationsübergreifend.

Anseits von Fitnesscentern und Sportvereinen suchen und benötigen die Menschenund besonders Kinder frei verfügbare Außenräume.

Bewegung ist immer Experiment, darf aber nicht durch vorgegebene Strukturen und einfachste, objektbezogene Wiederholungen angeboten werden. Insofern ist eine Außenwelt wichtig, die menschenbezogene Freiräume und spannende Entwicklungsfreiräume bietet. Diese müssen zu eigenen Abenteuern auffordern und gerade Kindern die Möglichkeiten einräumen, sich lustvoll auf Bewegung einzulassen.

 Sport und Bewegung sind immer elementarer Bestandteil einer menschengerechten, nachhaltigen Stadtentwicklung. In diesem Zusammenhang gilt es, den städtischen Freiraum hinsichtlich seiner Wirkung und seiner Benutzbarkeit neu zu definieren. Auf gleicher Ebene sollten Sportkonzepte immer auch ein Bewegungs- und Aufenthaltskonzept für alle Generationen darstellen.

Hierbei werden gesellschaftlicher Wandel, veränderte Sportbedürfnisse, nicht mehr zeitgemäße oder wenig genutzte Sportstätten, hoher Raumanspruch bei wenig Benutzungsdichte, Verdichtung urbaner Räume, Verlust wohnungsnaher Bewegungsmöglichkeiten und ein veränderter Sportbegriff zur breiten Förderung von Bewegung berücksichtigt.

Die sport- und bewegungsfreundliche Stadt integriert leistungsbezogene Sportarenen, entwickelt aber auch allgemein nutzbare Spielstätten, die einen offenen, echten multifunktionalen Charakter besitzen.

Menschen brauchen zum Aufwachsen eine gesunde Kultur!

 

Projekte

Freiräume, ob Spielplatz, Schulhof, Kindergarten im Speziellen oder Flächen im Wohnungsbau, Park- und Sportanlagen dienen immer der Bewegungsförderung und werden von Schelhorn Landschaftsarchitektur experimentell entwickelt und gestaltet.

Weil Sport und Bewegung inzwischen als Fördermaßnahmen in den Alltag gehören!

Spielleitplanung in Österreich

Das Land Vorarlberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Region besonders kinder- und jugendfreundlich weiter zu entwickeln. Es sollen langfristig gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Gemeinden die Aufgaben in diesem Bereich vorbildlich und richtungsweisend warhnehmen können. Dazu sind die Richtlinien der Vorarlberger Landesregierung und das Spielraumgesetz geschaffen worden. Schelhorn Landschaftsarchitektur, vertreten durch das eigene Büro AS 2 in Bregenz, unterstützt die Landesregierung und verschiedene Regionen Österreichs bei der vorbildlichen Umsetzung. Sowohl die Erstellung von Spielraumplänen, als auch die Durchführung von Projekten, z.B. in Lustenau, Götzis und Kleinwalsertal sind klassische Aufgaben.

Sportkonzept Lustenau, Österreich

Bewegung und Freizeit für alle Generationen als Chance, den öffentlichen Raum konzeptionell benutzbar zu entwickeln.

Aus einem klassischen, leistungsbezogenem Sportkonzept mit verdichteten Sport- und Trainingsmöglichkeiten für vereinsgebundene Sportarten wird ein Bewegungspark mit organisch eingegliederten Räumen und Elementen zum täglichen, freizeitkulturellen Sporttreiben und Bewegen für alle Generationen. Dabei wird der Aspekt der Leistung nicht vernachlässigt.

Beteiligungsprojekt, kooperatives Beteiligungsverfahren

Auftraggeber: Gemeinde Lustenau, Österreich